SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteil



Seasonic Prime Logo




Einleitung:

SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteil im Test, das ist unser erstes komplettes Hardware Review in 2017 und SeaSonic hat Wort gehalten, die neue Prime Netzteil-Serie ist zur Jahreswende 2016/2017 endlich beim Kunden angekommen. Es hat etwas gedauert, aber das sind wir ja von den Taiwanesen gewohnt, insofern sollten wir diese Wartezeit auch nicht überbewerten. Entscheidend ist das, was hinten herauskommt wusste schon unser Altkanzler und diesbezüglich hat er ausnahmsweise einmal Recht.
Die neue Prime Serie bildet die technologische Speerspitze von SeaSonics Portfolio und reicht in der Effizienz-Bandbreite von 80+ Gold, über 80+ Platinum bis hin zu 80+ Titanium, letzteres definiert dann das High-End Segment, in dem bisher drei erhältliche Varianten angeboten werden: 650 Watt, 750 Watt und 850 Watt. Das 600 Watt Fanless wird später noch folgen. Wir haben uns bei unserem Testobjekt für den Mittelweg entschieden und testen somit die 750 Watt Variante.
SeaSonic hat seine eigene Messlatte dazu weiter angehoben, nicht nur die erwartete erneut gesteigerte Effizienz stehen auf der Agenda, sondern darüber hinaus auch eine Verbesserung der Spannungsregulierung (auf 0,5%), eine verbesserte Lüfter-Steuerung, extrem wenig Restwelligkeit, eine auf 30 ms erhöhte Hold-Up-Time und sehr viel Feinschliff im Detail. Ein weiteres Marketing Argument bildet sicherlich auch die neue 10-jährige Garantie, die fraglos für ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein steht. All dies sind natürlich Indikatoren die uns Tester ganz besonders motivieren, insofern waren wir extrem gespannt, ob der Marketing-Beipackzettel des SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteils mit der Realität korrespondiert, wir haben es für euch herausgefunden...








Lieferumfang SeaSonic:

• SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteil Retail
• Kaltgeräteanschlußkabel
• modulare Flachband-Kabelstränge mit Tasche
• 4 passende Schrauben
• 7x Kabelbinder, 6x Klettbänder
• Handbuch (9-sprachig) und Kurzanleitung
• Case Badge und Aufkleber






Die technischen Daten SeaSonic:

• OEM: SeaSonic
• interne Bezeichnung: SeaSonic SSR-750TD Active PFC F3
• Gehäusematerial: Stahl
• Gesamtleistung: 750 Watt
• 100 Watt kombinierte Ausgangsleistung (+3,3 und +5 Volt)
• 744 Watt (62 Ampere) kombinierte Ausgangsleistung (+12 Volt)
• universeller Weitbereichseingang: 100-240 VAC für unterschiedliche Stromnetze
• maximale Belastbarkeit der einzelnen Strom-Schienen:
• +3,3 Volt: 20 A
• +5,0 Volt: 20 A
• +12 Volt: 62 A
• -12 Volt: 0,3 A
• +5 Volt Standby: 3 A
• ATX Standard: 2.4
• EMV-geschirmte Kabelstränge: ja
• Aktiv PFC (99%)
• Lüfter: 135mm (2-Stufen Hybrid-Modus, ein-und ausschaltbar)
• Kabelmanagement: ja (vollmodular)
• Gruppenregulierung: nein
• DC-to-DC Technik: ja
• Primär: Fullbridge Topologie mit LLC-Resonanzwandler
• Sekundär: Synchronous Rectifier mit Mosfets
• Polymer-Aluminium-Kondensatoren: sekundärer Filterbereich
• Haswell-ready und ErP Lot 6 Unterstützung: ja
• OCP (Over Current Protection) - Schutz vor Stromspitzen
• OVP (Over Voltage Protection) - Überspannungsschutz
• OPP (Over Power Protection) - Überlastungsschutz
• OTP (Over Temperature Protection) - Überhitzungsschutz
• UVP (Under Voltage Protection) - Unterspannungsschutz
• SCP (Short Circuit Protection) - Schutz vor Kurzschlüssen
• Standard-PS/2-Abmessungen (B×H×T): (170×86×150mm)
• Gewicht: 1978 Gramm (ohne Verpackung und ohne Kabelstränge)
• bisherige Varianten: 600 Fanless (geplant) , 650, 750, 850 Watt
• aktueller Marktpreis: ca. 210 € (750 Watt)
• Zertifikat: 80+ Titanium
• Garantie: 12 Jahre (incl. Bring-in Service)







Verarbeitung und erster technischer Eindruck:


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SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteil SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteil SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteil SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteil


Die Verpackung der SeaSonic Prime Netzteil Serie hat im Vergleich zur Platinum Serie wieder etwas zugelegt was die Optik angeht, das Ganze wirkt etwas edler und stilvoller, man ahnt förmlich, dass die damit verpackte Hardware nicht wenig Geld kostet. Unsere aufmerksamen Leser haben es sicherlich registriert, seit geraumer Zeit testen wir grundsätzlich zwei Netzteile aus unterschiedlichen Chargen, um den berüchtigten Golden Samples aus dem Weg zu gehen und natürlich auch um uns selbst im Fall der Fälle eine schnelle zweite Meinung bilden zu können.

Aber zurück zur Verpackung, wir attestieren sie als nahezu ideal um den gefürchteten DoA (Dead on Arrival) zu verhindern, das Netzteil ist durch einen dicken Schaumstoff Mantel bestens geschützt, so dass selbst ruppige Paketzusteller kaum in der Lage sind, die kostbare Elektronik zu schädigen. Darüber hinaus hat SeaSonic alles wichtige übersichtlich angeordnet: ein abermals überarbeitetes 9-sprachiges Handbuch, die Kabeltasche mit den attraktiven modularen Flachbandkabeln, das Kaltgerätekabel und die Zugabe in Form von Kabelbändern, Klettbändern und den kaum verzichtbaren Befestigungsschrauben. Kurz und gut, es fehlt im Grunde nichts, um das Gerät sicher in Betrieb zu nehmen und der Käufer kann sich beim Studium der Kurzanleitung auch gleich übersichtlich skizziert anschauen, welche Einbaulage für sein neues SeaSonic Netzteil wohl die korrekte wäre, ein Aspekt den man nicht unterschätzen sollte.


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Die Lackierung und Farbauswahl gestaltet sich relativ dezent, lediglich die Aufkleber bzw. Embleme und die silbernen Farbakzente deuten so etwas wie einen Hauch von Luxus an, ansonsten herrscht das übliche grau-schwarz als Farbgebung vor, etwas langweilig, aber auch pragmatisch, das Netzteil sitzt ohnehin meistens an optisch kaum zugänglichen Bereichen des PC Gehäuses.
Der Netzteil Deckel verfügt nun wieder über eine zweigeteilte Struktur, d.h. eine dunkle Basisabdeckung sowie eine verchromte v-förmige Intarsie als Kontrast. Die beiden Gitter bilden zusammen eine plane Oberfläche ohne ausgeprägte Überstände oder Kanten, dadurch kann es je nach Einbaulage nicht zu Kollisionen mit einer zu üppig konstruierten Netzteilaufnahme oder mit eventuellen Netzteilhaltern oder Klammern kommen, die wir vorwiegend in Lian Li oder führen Lancool Gehäusen antreffen. Mit anderen Worten, gequetschte Lüfter-Gitter sollten hier absolut kein Thema sein.

Die Verarbeitung der Netzteil Außenhülle entsprecht dem, was wir in dieser Preisklasse erwarten: eine stabile Gehäuse-Statik, eine ausgezeichnete und widerstandsfähige Pulverbeschichtung, die darüber hinaus auch noch optisch hochwertig wirkt. (BxHxT): 150x86x170mm betragen die Abmessungen, das ist zwar nicht so ganz konform zur ATX Norm, aber die ist einerseits schon sehr angestaubt und andererseits sollte diese Netzteil sich in nahezu jeden besseren aktuellen PC-Tower einbauen lassen. Die früher von uns gerne kritisierten Kabel-Ports von SeaSonic erfuhren schon vor geraumer Zeit eine gründliche Renovierung, so dass wir auch im Fall der aktuellen Prime Titanium Serie keinen Grund für Kritik entdecken können. Alle Ports sind nicht nur nachvollziehbar beschriftet worden, sie schließen mit dem Netzteil Gehäuse bündig ab, was wiederum den Vorteil erwirtschaftet, dass das Netzteil-Gehäuse über die Kabel-Ports nicht künstlich verlängert wird.

Das Gewicht von 1978 Gramm ohne Kabelstränge ist schon eine Respekt einflößende Hausnummer und ein Indiz dafür, das an keiner Stelle irgendwelche versteckten Rotstiftmaßnahmen angesetzt wurden. Der Netzteil Korpus als solcher verfügt an den Seiten über zwei Belüftungsschlitze, die zwar ganz cool ausschauen und an Bremsenbelüftungen hochwertiger Sportwagen erinnern, einen technischen Nutzen können wir diesbezüglich kaum erkennen. Aber vielleicht soll auf diesem Weg etwas Abwärme entweichen, immerhin steht die Hauptplatine an der Unterseite über ein Wärmeleitpad mit dem Netzteilgehäuse in direktem Kontakt.


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Das Auslassgitter wird bei SeaSonic grundsätzlich durch eine wabenförmige Struktur dominiert, der klar definierte Ein-Ausschalter sitzt gut erreichbar daneben und teilt sich diesen Platz mit dem Anschluss-Port für das Kaltgerätekabel, das einmal eingesteckt sehr gut fixiert seinen angestammten Platz behauptet. Wir betonen dies ganz bewusst, wir haben schon einige Netzteile erlebt, an denen gerade an diesem Bereich sehr oft verarbeitungstechnisch geschludert wird, mit der Konsequenz, das sich das Kaltgerätekabel aus seinem Port herauswackelt. Der Ein-Ausschalter für die hybride Lüfter-Steuerung sitzt jetzt direkt daneben, so dass der Kunde seinen Rechner nicht mehr öffnen muss, um die Einstellung der Steuerung zu korrigieren.

Einbau-Tipps: Besitzer von Lian Li oder Lancool Gehäusen sollten wie schon erwähnt auf die mittlerweile zum Standardzubehör beförderte breite Netzteilhalteklammer verzichten und das Netzteil generell verschrauben. Nicht nur weil der Halter nach einiger Zeit unschöne Marken auf dem Netzteil hinterlässt und/oder das Lüfter-Gitter zerdrücken kann, sondern vor allem weil der Halter einen nicht unerheblichen Teil des Gitters verdeckt und somit die nutzbare Fläche für den ansaugenden Lüfter einschränkt, sofern das Netzteil mit dem Lüfter gen Innenraum verbaut wird.
Nun könnte man einerseits das Netzteil in seiner "normalen" Position mit dem Lüfter nach unten einbauen. Dann kümmert sich das Netzteil im Grund ausschließlich um sich selbst und seine Kühlung, was sehr leise vonstatten gehen kann, da es weitestgehend vom Rest der heißen Komponenten abgeschottet arbeitet. Prinzipiell ist es aber auch möglich, das Netzteil mit dem Lüfter gen Innenraum zu verbauen, beides besitzt Vor-und Nachteile. Da das Netzteil gen Innenraum nicht isoliert arbeitet, gelangt ohnehin Abwärme aus dem Innenraum ins Netzteil, egal welche Einbaurichtung bevorzugt wird und unten positionierte heiße Soundkarten oder M.2 SSDs sind sicherlich dankbar für eine aktive Unterstützung. Außerdem saugt der Netzteillüfter dann nicht den ganzen Staub und Dreck unter eurem Gehäuse an, auch wenn ein Filter vorhanden ist. Der Netzteillüfter wird durch die Abwärme des Innenraums allerdings stärker beansprucht, was durchaus in einer erhöhten Geräuschkulisse resultieren kann. Der gerne gehörte Vorteil, das so das Netzteil auch die Grafikkarte unterstützt, weil es Abwärme von der Grafikkarte absaugt, ist ein zweischneidiges Schwert. Wenn die Grafikkarte über einen Radiallüfter seine Abwärme selbst aus dem Gehäuse bläst, spielt die Einbauposition des Netzteils eh keine Rolle. Besitzt die Grafikkarte allerdings einen oder zwei Axiallüfter, die auf die Platine der Grafikkarte blasen, "gräbt" das Netzteil der Grafikkarte die angesaugte Luft ab, weil das Netzteil diese Luft ebenfalls ansaugt. Diese Fakten sollte man vor dem Einbau eines Netzteils kennen, damit die Komplettierung eures Rechners nicht im Thermo-Frust endet.


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SeaSonic hat seine Lüfter-Bestückung umgestellt, anstatt der bewährten Lüfter von Sanyo Denki kommen jetzt Lüfter von Hong Hua aus China zum Einsatz, die wir auch schon in einigen späteren Mittelklasse Revisionen bei SeaSonic vorfinden konnten. Diese Abkehr vom doppelten Kugellager zur Fluid Dynamic Bearing Lagerung mögen einige begrüßen, wir sind da eher skeptisch. Eine ausfallende Kugellagerung kündigt sich lange vor dem kompletten Ausfall an, FDB Gleitlager sind diesbezüglich nicht besonders kommunikativ und neigen auch eher zu Schleifgeräuschen. Der Lüfter weist folgende vom TÜV Rheinland zertifizierten Hersteller-Kenndaten auf:

• OEM: Hong Hua
• Kennnummer: HA13525M12F-Z
• Lagerung: FDB Gleitlager
• IC-Motor: Hong Hua
• Gewicht: 156 Gramm
• Beleuchtung: nein
• Abmessungen (mm): 135x135x25
• Lüfterblätter: 11
• Betriebsspannung: 2,8 bis 13.8 Volt
• max. Lautheit: ca. 32,4 dBA
• MTBF: ca. 50.000 Stunden bei 40°C
• max. Volumentransport (CFM): 77,3 cfm ( 131,41 m³/h)
• max. Geschwindigkeit: 1800 U/min
• maximale Stromaufnahme: 4,32 Watt (0,36 Ampere)
• Anschluss: 2-pin

Für den neuen Lüfter steht eine Maximaldrehzahl von 1800 U/min zu Buche, die allerdings eher theoretischer Natur ist, denn im realen Einsatz wird mit weitaus niedrigeren Drehzahlen gearbeitet. Der Lüfter wird im Hybridmodus über die SeaSonic Lüftersteuerung sowohl last-als auch temperaturabhängig angesteuert und zwar folgendermaßen:

Es existieren zwei schaltbare Modi, die wir außen neben dem Netzschalter entsprechend ein oder ausschalten können. Wenn der Schalter gedrückt ist (Zustand Schalter-ein), wurde der Lüfter quasi scharf geschaltet, so dass die Steuerung den Lüfter vom Startbeginn an bei niedriger Last mit geringer Drehzahl von ca. 450 U/min rotieren läßt. Im zweiten Modus, also im Zustand Schalter-aus wird ein Semi-Fanless-Modus aktiviert, bei dem der Lüfter innerhalb niedriger Last bzw. Temperatur deaktiviert bleibt. Wird im Betrieb nun eine bestimmte Last bzw. Temperatur erreicht, wird der Lüfter gestartet. SeaSonic gibt dazu an, dass bei einer 25°C Umgebungstemperatur der Fanless-Betriebszustand bis ca. 50 Prozent Last aufrechterhalten werden kann. Im semi-passiven Betrieb setzt SeaSonic neuerdings auf eine voreingestellte Hysterese Kurve, damit der Lüfter nicht ständig ein-und ausschaltet, ein durchaus probates Mittel. Alles weitere zu diesem Themenbereich folgt im Kapitel Test, wo wir beide verfügbaren Lüfter-Modi getestet haben.

Auf eine Nachlaufsteuerung, die wir ohnehin als gänzlich überflüssig erachten, wurde verzichtet. Hocheffiziente Netzteile benötigen dies im Normalfall nicht und wenn unser PC-Gehäuse tatsächlich über keine Gehäuselüfter verfügen würde, wäre der erste Schritt zu einer optimalen Be-und Entlüftung entsprechende Gehäuselüfter zu kaufen und einzusetzen, damit das Netzteil nicht ständig mit der erhitzten Abluft des Systems konfrontiert wird. Bei den allermeisten aktuellen PC-Gehäusen sitzt das Netzteil inzwischen auf dem Gehäuseboden und kümmert sich nahezu ausschließlich um sich selbst, insofern entfällt eine Legitimation für eine Nachlaufsteuerung, die nur unnötig Strom verbraucht.






Die Werks-Verkabelung des SeaSonic Netzteil:

In den letzten beiden Jahren hat sich auf dem Sektor der Netzteilverkabelung einiges getan. Jenseits von "Effizienz" und "Lautstärke" wollen die Hersteller die Käufer vor allem mit einem "aufgeräumten" Kabelmanagement überzeugen: Kabelbäume verschwinden darum immer öfter zugunsten von Steckern. Der Anwender soll also nur noch die Kabel im Gehäuse unterbringen müssen, die er tatsächlich benötigt. Das schafft Platz im Gehäuse und sorgt obendrein für ein aufgeräumtes Innenleben.
Die Techniker unter uns werden aber nicht zu unrecht anmerken, dass "mehr Steckverbinder" auch immer für mehr potenzielle Fehlerquellen sorgen. Zudem kosten Buchsen und Kabelverbindungen auch mehr als die trivial im Netzteil verlötete Kabelpeitschen. Andererseits ermöglichen Netzteile mit konsequentem Kabelmanagement aber auch eine effektivere und vor allem weniger fehlerträchtige Fertigung. Jede einzelne Ader muss bei der Herstellung schließlich von Hand ins richtige Loch auf der Platine gesteckt werden. Nach dem Verlöten kommt dann meist noch eine manuelle Inspektion hinzu. Diese Fehlerquelle in der Produktion erspart sich beispielsweise SeaSonic inzwischen bei einigen Netzteilmodellen, in dem alle Kabel, also auch der Kabelbaum zum Mainboard, über Steckverbinder aus dem Netzteil herausgeführt werden. Durch diese physische Abkoppelung des Hauptkabelstrangs wird mehr Platinen-und Lötsicherheit erreicht, da weniger großvolumige Kaltlötstellen existieren, was wiederum mögliche Spannungsabfälle reduziert und Bruchstellen minimiert. Genau dies ist auch die Intention, die dahinter steckt, also durchaus kein optischer Voodoo, sondern technisches Kalkül.
Selbstverständlich spielt hier auch die Qualität der einzelnen Kabelstränge eine wesentliche Rolle, dem Einen sind die Kabelstränge nicht aufwendig genug gesleeved (ummantelt), darum legt man gern selbst Hand an und sleeved die Kabel mit den inzwischen kaum noch überschaubaren Angeboten in allen erdenkbaren Farbschattierungen aus diesem Bereich. Anderen Kunden sind die Werkskabel zu steif, deswegen bevorzugt diese Käuferkategorie lieber lange ungesleevte Kabel anstelle der eng gesleevten Kabelstränge eines Kabelmanagements. Wie die Hersteller es auch anstellen, irgend etwas findet sich immer als Kritikpunkt. Wir lassen diese müßige Diskussion mal beiseite und stellen davon unbenommen noch einmal zwei Fakten in den Raum:

1. zusätzliche Platinen und Anschlüsse stellen nicht nur einen deutlich höheren Fertigungsaufwand und zusätzlichen Kostenfaktor dar, sondern erhöhen auch u.U. das Risko von korrosionsbedingten Spannungsreduzierungen.

2. wenn viele Geräte versorgt werden müssen, werden dementsprechend viele Kabelstränge verlegt und damit geht der optisch/logistische Vorteil verloren.

Das wird keinen davon abhalten, auch weiterhin Kabelmanagement zu fordern, denn es ist trendy, sieht gut aus und suggeriert etwas wertiges gekauft zu haben. Insofern ist diese Diskussion auch mehr oder weniger müßig, weil sie entscheidend vom individuellen Geschmack geprägt ist.


Wie hat SeaSonic das Thema Kabelmanagement behandelt?

Genau wie in bisherigen High-End Netzteil-Serien sind die einzelnen Kabelstränge des Prime Kabelmanagements vollmodular angelegt, mit anderen Worten: es lässt sich jeder Kabelstrang entfernen. Rein technisch mag dies auf den ersten Blick wenig bis gar keinen Sinn ergeben, denn ohne Hauptkabelstrang sprich 24-Pin Mainboard-Stromanschluss starten Netzteile garantiert nicht. Auf der anderen Seite ließe sich ein defekter Hauptkabelstrang genauso problemlos austauschen, wie alle anderen modularen Stränge ebenfalls, der logistische Vorteil wäre also auch nicht zu unterschätzen. Zumal sich das Netzteil selbst so auch ohne die Kabelstränge bei einem Defekt austauschen ließe.
Der entscheidende Punkt ist aber der, das durch die physische Abkoppelung des Hauptkabelstrangs mehr Platinen-und Lötsicherheit gegeben ist, da weniger großvolumige Kaltlötstellen existieren, was wiederum mögliche Spannungsabfälle reduziert und Bruchstellen minimiert. Genau dies ist auch die Intention, die Seasonic damit verfolgt.


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SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteil SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteil SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteil SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteil


SeaSonic hat seine modularen Kabel innerhalb der Prime Titanium Serie weiter optimiert, anstatt der früheren rund ummantelten sonst üblichen Stränge, werden auch in dieser neuen Serie optisch deutlich attraktivere schwarze Flachbandkabel eingesetzt, die sich zudem durch ihre bessere Flexibilität eindeutig einfacher verlegen lassen. Sollte trotzdem jemand auf die Idee kommen, die Kabel selber sleeven zu wollen, wirds heikel, denn anhand ihrer Farbe sind die einzelnen Leitungen nicht mehr zu identifizieren.

Die Ausstattung und Bestückung des Prime Kabelmanagements ist üppig und angemessen, denn solche Netzteile versorgen sehr oft zwei Grafikkarten. Das Problem der Kabelkröpfung des 24-pin Hauptkabelstrangs aus der Platinum Serie besitzt dieses Netzteil dank der Flachbandauslegung nicht mehr, eine weise Entscheidung. An der Länge der jeweiligen Kabelstränge gäbe es nichts auszusetzen, die ist auch zwingend erforderlich, denn die Kabelwege verlängern sich, wenn das Netzteil im PC-Gehäuseboden verschraubt wird. Anschlusstechnisch ist alles vorhanden, eine aktuelle Grafikkartenbestückung und/oder SLI-Crossfire-Bestückung wäre demzufolge dank der 4x 6+2-Pin PCIe Stecker kein Problem. Zehn SATA-Stecker sollten für die allermeisten Konfigurationen genügen, allerdings sind die gekröpften bzw. gewinkelten SATA-Stecker nicht immer perfekt zu verlegen.


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SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteil SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteil SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteil

An der PATA-Steckerbelegung gibt es kaum etwas auszusetzen, denn auch die fünf 4-pin Molex Stecker, mit der praktischen Herausziehhilfe, haben durchaus noch ihre Daseinsbrechtigung. Wenn jemand drei Gehäuselüfter und seine Lüftersteuerung verkabeln muß, sind in der Regel die ersten vier Molex Stecker belegt. Kommt eine Wasserkühlung hinzu, erhöht sich der Bedarf noch weiter, ergo ist es unsererseits nicht einzusehen, warum einige Hersteller diese Stecker inzwischen rationalisieren.
Adapter für Floppy-Laufwerke fehlen nicht, ein entsprechendes Y-Kabel mit einem 4-pin Molex Adapter befinden sich im Lieferumfang. Dabei sollte man berücksichtigen, das diese Stromstecker nicht nur für die vermeintlich antiquierten Floppy-Laufwerke Verwendung finden, auch aktuelle Highend Soundkarten (z.B. Asus Xonar) werden über diese Schnittstelle mit Strom versorgt.







Die Elektronik im Detail:

Bevor wir uns die verbaute Elektronik etwas detaillierter anschauen, möchten wir euch unseren Spezialartikel zu diesem Thema offerieren, damit wir dieses Review nicht mit Basics verstopfen:


Technische Aspekte zur aktuellen Netzteiltechnik



In dem verlinkten Artikel erfahrt ihr auch alles zum Thema DC-to-DC, LLC-Resonanzwandler/Polymer-Aluminium-Kondensatoren,, so dass wir euch diese technischen Erklärungen hier ersparen.


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SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteil SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteil SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteil SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteil


Kommen wir jetzt zur Topologie des SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteils:

Die Fullbridge Topologie mit LLC-Resonanzwandlung als solche wurde primärseitig beibehalten, im sekundären Bereich wurden ebenfalls keine großartigen Änderungen vollzogen, dort setzt SeaSonic auch weiterhin auf Synchronous Rectification sprich synchrone Gleichrichtung. Die vier Leistungstransistoren 4x Fairchild FDMS015N04B zur Erzeugung der 12Volt Schiene sitzen wieder auf der Unterseite der Hauptplatine und haben zur Wärmeabführung über ein Wärmeleitpad direkten Kontakt mit dem Netzteilgehäuse. Die Filterung des +12Volt Signals in diesem Bereich übernehmen diverse Polymer Elkos von Nichicon.
Die Überlegungen und das technische Grundgerüst, die hinter der synchronen Gleichrichtung (Synchronous Rectifier) stecken, sind nicht wirklich neu aber durchaus nachvollziehbar: um den Wirkungsgrad eines Schaltreglers weiter zu steigern, ersetzt man auch bei Seasonic inzwischen die Dioden idealerweise durch mehrere passende Mosfets. Diese Beschaltung ähnelt dann einer Halbbrücken-Schaltung und man spricht vom Synchron-Gleichrichter (Synchronous Rectifier). Diese Erhöhung des Wirkungsgrades fällt bei kleinen Ausgangsspannungen immer stärker ins Gewicht. Die Begründung dafür ist, dass der anteilige Verlust der sonst üblichen Schottky-Dioden, durch deren Vorwärtsspannung von zirka 0,3 Volt ausgedrückt wird. Bei Abnahme der Ausgangsspannung steigen diese Verluste im Verhältnis immer weiter an, was natürlich unerwünscht ist. Ersetzt man die Diode hingegen durch einen entsprechenden Mosfet mit niedrigem RDS(on), kann man somit den Wirkungsgrad um einige Prozent erhöhen. Das ist auch der Grund, warum viele Hersteller diese Umsetzung als ideal ansehen, wenn es um die Herstellung von bezahlbaren hocheffizienten Netzteilen geht, denn der finanzielle Aufwand hält sich interessanterweise in überschaubaren Grenzen.

Aber der Reihe nach:
Die Eingangsfilterung (EMI) übernehmen zwei Y-Kondensatoren, ein X-Kondensator, sowie zwei Spulen und ein MOV (Metalloxid Varistor). Das ist aber beileibe noch nicht alles, es folgen weitere X-Kondensatoren und Y-Kondensatoren, Spulen, der erste Thermistor auf der Hauptplatine, die allesamt in der Nähe der beiden großen primären Kondensatoren positioniert wurden. Die im logischen Aufbau nun folgenden beiden Brückengleichrichter (Vishay LVB2560) verfügen über ausgeprägte silberne Kühlkörper, die etwas üppiger gestaltet wurden, als noch in früheren Serien. Die beiden Schaltransistoren respektive Mosfets stammen von Infineon (IPP50R140CP) und leiten ihre Abwärme ebenfalls an separate Kühlkörper ab. Als zentrale thermische Überwachung findet ein Thermistor von NTC Verwendung, der von einem Bypass-Relais unterstützt wird, das einerseits den Wirkungsgrad maximiert und andererseits dabei behilflich ist, den Thermistor bei Bedarf schneller abzukühlen.
Um den primären Bereich abzuschließen, dürfen natürlich nicht die beiden primären Elkos fehlen, es handelt sich um zwei Elkos aus dem Hause Nippon-Chemicon, die mit einer Spannungsfestigkeit von jeweils 400 Volt aufwarten, über die erstaunlich hohe Kapazität von 650mikroFarad und 450mikroFarad verfügen und bis 105°C als maximale Belastungstemperatur ausgelegt sind.
Die VRM Anordnung für die Erzeugung der 3,3 und 5 Volt Schienen wurde diesmal auf eine kleine separate Platine platziert. Dadurch wird nicht nur Ordnung im Layout erzeugt, es minimiert die Wege und reduziert Schaltverluste. Diese VRMs für die DC-to-Dc Implementierung von 3,3 und 5 Volt verfügen über einen PWM Controller von Anpec (APW7159). Die Leistungstransistoren der VRMs stammen wiederum von Infineon (6x Infineon BSC0906NS). Ganz in der Nähe finden wir eine weitere kleine Platine für die schon erwähnte LLC Resonanzsteuerung. Der Kaitän auf dieser Brücke ist ein alter Bekannter: der oft verbaute und bestens bewährte Champion CM6901 IC. Diese Auslagerung und Positionierung hat einen enormen Vorteil, der Zugang zum Lüfter Airflow ist nahezu perfekt.
Der sekundäre Bereich des Prime Netzteils ist überwiegend von Polymer-Aluminium-Kondensatoren sprich Feststoff-Kondensatoren geprägt, wobei sich durchaus noch einige traditionelle Elkos finden lassen, die unisono von Nippon-Chemicon stammen (KZH, KZE, KMR, KY, usw.). Diesbezüglich wäre sicherlich noch Luft nach oben vorhanden, aber das Netzteil soll schließlich noch gekauft und genutzt werden und kein Schattendasein in Ausstellungs-Vitrinen fristen. Ein Alleinstellungsmerkmal ist nach wie vor die große entkoppelte Tochterplatine des Kabelmanagements. Dadurch wird nicht nur Ordnung im Layout erzeugt, es minimiert die Wege und reduziert Schaltverluste. Die überwiegende Anzahl der hier verlöteten Elkoss auf der Platine stammen aus dem Hause Nippo-Chemicon, Michicon und FPCAP und sind als Polymer-Aluminium-Kondensatoren ausgelegt.
Der zentrale Steuerungschip für die chipkontrollierte Schutzschaltungen stammt einmal mehr von Weltrend (WT7527), den kennen wir schon aus den vormaligen Platinum Serie von SeaSonic und wird von einem dualen Operationsverstärker unterstützt. Fehlt abschließend noch der Standby PWM Controller, der stammt dieses mal von Leadtrend (LD7750R) und sitzt an einem etwas versteckten Platz auf der Hauptplatine.


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SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteil SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteil SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteil


Sämtliche Platinen bestehen aus mit Epoxidharz getränkten Glasfasermatten und somit schon der gehobenen Qualitätsklasse FR4 und FR5, im Gegensatz zu den deutlich billigeren Pertinax Platinen FR1 bis FR3. FR4 und FR5 Platinen besitzen eine bessere Kriechstromfestigkeit und optimierte Hochfrequenzeigenschaften. Darüber hinaus bleibt uns auch der nicht selten penetrante Gestank der Pertinax-Platinen erspart, der ganz sicher nicht gesund ist. FR steht übrigens für flame retardant, zu deutsch: flammenhemmend. Die Lötqualität bewegt sich auf gewohnt hohem Niveau, daran gibt es absolut nichts zu bemängeln. An keiner Stelle wurde zu heiß gelötet, schauen Steckerfähnchen übermäßig weit heraus oder wurde unprofessionell nachgebessert. Daran dürfen sich andere Hersteller gerne ein Beispiel nehmen.

Damit hätten wir die wesentlichen Layout Highlights abgearbeitet und sehen uns wieder einmal darin bestätigt, das SeaSonic kein Blendwerk nötig hat, um stabile Leistungen in Verbindung mit hohen Effizienzwerten zu generieren. Die Verarbeitung bewegt sich auf allerhöchstem Niveau, auch wenn der eine oder andere Siliconklecks hätte vermieden werden können. Das SeaSonic Prime Netzteil entspricht bereits der RoSH Umweltverordnung und auch den strengen EuP und ERP Richtlinien (ErP Lot 6 ready), die eine Absenkung der Standby-Verluste einfordern (weniger als 0,3 Watt). Dazu sollte man wissen und bedenken, das diese Mechanismen überhaupt erst dann greifen, wenn das verbaute Mainboard dieses Feature explizit unterstützt und im BIOS aktiviert wurde. Die Kompatibilität zu den aktuellen Intel Prozessoren ist ebenfalls gewährleistet, das nur noch als kleine aber nicht unwichtige Ergänzung.






Der Praxis-Test des SeaSonic Prime Titanium 750 Watt:

 

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Vor den eigentlichen Tests findet grundsätzlich eine erste Funktionskontrolle statt, um insbesondere auch den Power Good Wert zu ermitteln. Sollten sich hier bereits Probleme einstellen, wie z.B. ein nicht anlaufender Lüfter, oder ein zu hoher Power Good Wert, brechen wir den Test grundsätzlich ab und das Netzteil geht zurück zum Hersteller.

Der Power Good Wert (PG) gibt übrigens den Zeitraum an, in dem Mainboard und Netzteil miteinander korrespondieren und alles für einen reibungslosen Systemstart als i.O. befinden. Teile des Mainboards werden ja über das Slave Power Supply permanent mit +5V versorgt. Diese liegen dann auf der grünen Leitung, die vom Board zum Netzteil führt, an. Durch drücken des Einschaltknopfes wird diese Spannung auf Null gezogen, das Netzteil startet. Sollte irgendwas nicht i.O. sein, bricht das Netzteil seine Versorgung ab und der Rechner würde resetten. Im Normalfall liegt der Power Good Wert zwischen 100 und 500ms, was auch beim SeaSonic Netzteil mit 188,1 ms der Fall war.

An dieser Stelle nochmals der Verweis zu unserem Spezialartikel:

Technische Aspekte zur aktuellen Netzteiltechnik, Testprozedere und Testequipment


In dem Artikel steht auch sehr detailliert, womit wir seit Februar 2010 unsere Netzteile nach ATX-Norm testen, insofern ersparen wir euch und uns weitere Abschweifungen. Unser eigentlicher Testablauf gestaltet sich wie folgt:

1. 15 Minuten warmlaufen bei 50% Last
2. Das Vorbereiten der jeweiligen Testabläufe für die Bereiche 5%, 10%, 20%, 50%, 80%, 100% und 110% Last, die dann über die Chroma Racks oder FAST FA-828 initiiert werden. In jedem Fall werden programmierte AC Lasten verwendet (230Volt, 50Hz).
3. Während dieser 7 Abschnitte werden parallel dazu die Spannungsstabilität, Ripple&Noise Werte über das Tektronix TPS 2014 Oszilloskop und FAST FA-828 ATE aufgezeichnet und hinterher ausgewertet (Peak-to-Peak Werte, 20MHZ Bandbreite)
4. Die Temperaturwerte werden dabei über das Yokugawa Temperaturmessgerät mit vier verschiedenen Sensoren ermittelt und ständig kontrolliert und zwar an den Hotspot-Bereichen des Netzteils.
5. PFC messen wir über die FAST FA-828 ATE und das Seasonic Power Angel.
6. Die Lautheit des Lüfters wird ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät verifiziert, das normalerweise einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt. Eventuelle Lager- oder andere Störgeräusche werden dabei ebenfalls berücksichtigt
7. Die Effizienz im 230Volt Netz ergibt sich aus dem Input der elektronischen Lasterzeuger und dem Output an den Netzteilausgängen, die auf einer speziell angefertigten Anschlußlatine von Enhance gesteckt sind (mit 10uF und 0.1uF Glättungskondensatoren)
8. Der Standby Verbrauch (S5, ausgeschalteter Rechner) wird nach dem Abschluß der Leistungstests gemessen
9. Um die Lautheit des Lüfters zu messen, Inkompatibilitäten und eventuelle Störgeräusche durch Spulen und Wandler im Bereich Netzteil und Mainboard auszuschließen, wird das Netzteil abschließend in unseren Redaktionsrechnern verbaut und in Betrieb genommen. 14 weitere Tage Praxistest folgen, wo wir verschiedene praxisnahe Lastzustände simulieren.
10. In diesem Praxistest werden auch noch einmal die Temperaturen des eingebauten Netzteils überprüft und in unserer Resultatstabelle zusätzlich eingepflegt.
11. Die Messdaten für die Stützzeit, Power-Good und den Standby-Verbrauch werden separat ausgegeben und nicht in unserer Haupttabelle abgebildet.


Die ATX V2.03 Spezifikation lässt folgende Grenzwerte zu :



Die Ripple&Noise (Restwelligkeit und Rauschen) ATX 2.03 Vorgaben für 10 HZ bis 20MHZ sehen folgendermaßen aus:
• 3,3Volt Schiene: maximal 50mV
• 5Volt Schiene: maximal 50mV
• 12Volt Schiene: maximal 120mV



die Test-Resultate


 

Für die Technik-Freaks unter unseren Lesern noch ein paar Hinweise, wann die wichtigsten Schutzschaltungen ansprechen:

OCP (Schutz vor Stromspitzen):
• 3,3 Volt Schiene: OCP schaltet bei mehr als 35 Ampere Belastung ab
• 5 Volt Schiene: OCP schaltet bei mehr als 36 Ampere Belastung ab
• 12 Volt Schiene: OCP schaltet bei mehr als 70 Ampere Belastung ab

OVP (Überspannungsschutz):
• 3,3 Volt Schiene: OVP schaltet bei mehr als 4,21 Volt Spannung ab
• 5 Volt Schiene: OVP schaltet bei mehr als 6,43 Volt Spannung ab
• 12 Volt Schiene: OVP schaltet bei mehr als 13,77 Volt Spannung ab

• Die Stützzeit lag auf allen Schienen deutlich über den geforderten 17 ms:
12 Volt= 36,14 ms, 5 Volt=33,67 ms, 3,3 Volt=32,22 ms. Diesbezüglich gibt es also ebenfalls keinen Anlass zur Kritik und SeaSonic hat Wort gehalten was die Verbesserungen in diesem Bereich angeht.

• Die Unterdrückung der Restwelligkeit stellt sich einmal mehr als Aushängeschild von SeaSonic dar, unsere Messungen gehören in die Kategorie Herausragend.

• Bezüglich der Spannungsregulierung hat Seasonic nicht zu viel versprochen und alle Leistungsschienen weiter optimiert, auch wenn es uns mit den vorhandenen Messgeräte kaum möglich war dies nachzuweisen, dafür ist der Aufwand dafür einfach zu komplex.

• Selbstverständlich haben wir auch einen Crossloading-Test durchgeführt, in diesem Fall sah der so aus, das wir bei 100% Systemlast zusätzlich 14 bis 16 Ampere über die +3,3 Volt Leitung abgerufen haben. Das Gleiche haben wir über die +5 Volt Schiene wiederholt, auch hier zeigte sich das Netzteil stabilitätstechnisch unbeeindruckt. Ein Extremtest mit 18 Ampere, sowohl über die 3,3 Volt als auch über die 5 Volt Schiene gleichzeitig, änderte an der Situation nichts. Überbewerten sollte man unser Experiment aber trotzdem nicht, weil so etwas in der Praxis einerseits kaum nachzustellen sein wird und andererseits auch daheim ohne überwachende Messgeräte keinesfalls zu empfehlen wäre.

• Was die Effizienz angeht, so liegt das SeaSonic Prime Titanium deutlich innerhalb der selbst ernannten 80+ Titanium-Parameter (94 % bei 20 % Last, 96 % bei 50 % Last, 91 % bei 100 % Last, bei 230 V Eingangsspannung). Man kann das nun bewerten wir man möchte, es ändert aber nichts daran, dass diese Wertetabellen kein Gütesiegel darstellen und als Qualitätsmaßstab für ein Netzteil bestenfalls rudimentär taugen. Wir haben es oft genug erlebt, das Hersteller alles daran setzen, die erforderlichen Zertifikatswerte zu erreichen und dann andere wichtige Aspekte vernachlässigen wie z.B. die Minimierung der Restwelligkeit und/oder die Vernachlässigung der Störimmunität und Spannungstoleranzwerte. Nicht selten werden auch extrem verkürzte Kabelstränge verwendet, oder effizienz-komplizierende Bauteile zu entfernen, um die Resultate zusätzlich zu pushen. Dass diese golden Samples dann oftmals gar nicht beim Verbraucher ankommen, sondern statt dessen kostenreduzierte abgespeckte Varianten, ist leider durchaus keine Ausnahme. All dies trifft auf das Prime Netzteil von SeaSonic nicht zu, beide Netzteile für unseren Test stammen aus der laufenden Serie und sind genauso im Handel erhältlich.

• Kommen wir noch zur Effizienz der 5VSB Schiene, die laut ATX Spezifikation mindestens 50% bei 100mA Last, mindestens 60% bei 250mA und mindestens 70% bei 1A Last betragen soll. Auch hier erreichte unser Netzteil ansehnliche Resultate mit seinen 70,1 %, 76,7 % und 80,4 % Effizienz.

Störgeräusche abseits unseres Crossload-Tests konnten wir an der Teststation keine aufspüren. Damit haben wir uns aber nicht zufrieden gegeben, sondern beide Netzteile turnusgemäß in unsere aktuellen Redaktionsrechner verbaut, um dort deren Zusammenwirken mit aktuellen Intel-Systemen zu verifizieren.
Hier ergaben sich unter Vollast leichte Sschleifgeräusche des Lüfters, die aber überhaupt nur hörbar waren, wenn alle aktiven Lüfter im System kurzzeitig deaktiviert wurden, was beileibe keinem realen Praxisverhalten entspricht.

Sollten sich elektronische Störgeräusche äußern, hilft zur Zeit scheinbar nur das Abschalten der Energiesparoptionen im Bios (C-States, C1E, EIST, Cool'n'Quiet und/oder SpeedStep, Spread Spectrums und Load Line Calibrations deaktivieren). Darüber hinaus sollten auch die Windows Energiesparmaßnahmen abgestellt werden. Wobei anzumerken wäre, das diese Geräusche sich in der Regel im Bereich von 15-khz bemerkbar machen und dementsprechend auch nicht von jedem gehört werden können! Sollte über die genannten Einstell-Optionen keine Besserung erreicht werden und sind andere Geräte wie Mainboard und/oder Grafikkarte als Störquellen ausgeschlossen worden (ganz wichtig !), sollte der Kunde nicht vor einer entsprechenden RMA beim Netzteil Hersteller zurückgeschrecken.

• Schlußendlich werfen wir noch einen Blick auf den Standby-Verbrauch im ausgeschalteten Zustand (S5), der sich auf 0,11 Watt belief, damit liegt das Netzteil deutlich innerhalb der geforderten ErP Lot 6 ready Verordnung (< 1W im Standby-Betrieb). Wir können es aber gar nicht oft genug betonen: dieser spezielle Sparmechanismus greift erst dann, wenn im BIOS des jeweiligen Mainboards auch die entsprechende Funktion (ErP ready) aktiviert wurde, ansonsten ist dieses Feature ein Papiertiger und nichts als eine Marketing Luftblase.

Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet. Um vergleichen zu können, haben wir aber ab sofort die entsprechenden Sone Werte mit angegeben.


Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau beziehen !








Das Fazit und weitere Praxis-Erfahrungen:

"SeaSonic is still alive" und das mit brachial beeindruckender Performance, was leider auch auf den Preis für die Prime Serie zutrifft, wenngleich dieser sicherlich als angemessen zu betrachten wäre. Bevor wir nun alles in einem Satz komprimiert skizzieren, wollen wir noch einmal resümieren, was uns in den 14 Tagen Test besonders in Erinnerung geblieben ist. Wobei natürlich auch die Frage im Raum steht: was macht das Gesamtkonzept Seasonic Prime so besonders ?
Fangen wir vorne an: Extreme Stabilität, sehr hohe Leistungsreserven, ein nahezu perfektes Crossload-Verhalten, eine weitere Minimierung der Spannungstoleranzen (Micro Tolerance Load Regulation), die versprochene Steigerung der Effizienz, eine optimierte Hold-Up-Time, die erfolgreiche Überarbeitung der Lüfter-Steuerung und nicht zuletzt die kompromisslose Verwendung von hochwertigen Bauteilen, wobei wir den Lüfter davon ausklammern. Eines müssen wir allerdings noch anmerken, ein Nachweis der Micro Tolerance Load Regulation ist auch mit hochwertigen Messgeräten nicht einfach, wir sind da deutlich an unsere Grenzen gestossen.
Wie dem auch sei, die Features der Prime Serie wurden nicht nur auf dem Beipackzettel abgedruckt, sondern auch in der Praxis bestätigt und das ohne jegliche Taschenspielertricks. Das die Fertigungs-Qualität, eine hohe Störimmunität und auch die Unterdrückung der Restwelligkeit mit diesen hohen Qualitätsansprüchen korrespondieren, versteht sich da fast schon von selbst. Die Ausstattung lässt grundsätzlich kaum Wünsche offen, so dass der Endanwender ein in sich stimmiges Gesamtkonzept daheim einbauen kann, ohne sich für ein Informatik und/oder Elektronik-Studium einzuschreiben. Die seit einiger Zeit verlängerten Garantiekriterien, der deutsche Support und schlussendlich ein Bring-in Service runden das Prime Titanium Paket mehr als zufriedenstellend ab, die Konkurrenz wird es vermutlich mit einem gequälten Lächeln zur Kenntnis nehmen.Wer wie wir die Entwicklung von SeaSonic über die letzten 10 Jahre vom Geheimtipp zum Premium Hersteller verfolgt hat, wird sich einer gewissen Faszination nicht entziehen können, sollte aber auch vor Kritik nicht zurückschrecken. SeaSonic nimmt das alles sehr genau wahr und prüft in der Regel akribisch deren kausalen Nutzen.

Kommen wir noch einmal zur Technik zurück, zumal eben auch Aspekte existieren, die uns nicht gefallen. Die Lüfter-Optionen zwischen Hybrid und Normalmodus dürfte kaum Wünsche offen lassen, dass der Ein-Ausschalter für die Steuerung wieder in der Nähe des Netzteil Ein-Ausschalters platziert wurde, empfinden wir nicht als ideal, da es fatale Folgen haben kann, wenn man daheim hinter dem Rechner nach dem Schalter fingert und dabei den Lüfter-Schalter mit dem Ein/Ausschalter verwechselt. Auf der anderen Seite erspart man sich so das ständige Öffnen des PC-Seitenteils, um an den Schalter zu kommen, es hat also de facto alles seine Vor-und Nachteile.

Einige andere werden noch weniger Geräuschkulisse fordern und/oder mäkeln das dies doch auch leiser geht. Natürlich wäre dies technisch möglich, dazu wäre lediglich eine weitere Reduzierung der Lüfter Drehzahlen notwendig, aber SeaSonic hatte schon immer klare Maximen und die lauten: "lieber etwas lauter ->dafür aber ganz sicher nicht überhitzt", die inzwischen 10-jährige Garantie soll ja nicht zum finanziellen Fiasko ausarten. Auf der anderen Seite dürften in diesen Lastbereichen die Gehäuselüfter, entsprechende Grafikkarten und CPU-Kühler das Lüfter-Geräusch des Plrime Netzteils eindeutig übertönen, darum sehen wir dieses Manko nicht als problematisch an und in einem 90 Watt Stromspar-HTPC hätte dieses Netzteil ohnehin nichts zu suchen. Erfreulich ist die weitere Reduzierung der elektronischen Geräusche wie Surren oder Fiepen, was in früheren Serien von empfindlichen Kunden durchaus bemängelt wurde. Unsere beiden Netzteile haben sich diesbzüglich in Schweigen gehüllt und nichts dergleichen verlauten lassen.

Kritik:
Es existieren durchaus einige Punkte die uns nicht behagen, da wäre beispielsweise der schon weiter oben erwähnte Schalter für die Lüfter-Steuerung und das Thema Lüfter an sich. Der Wechsel zu Hong Hua mag für die Material-Einkäufer von SeaSonic kausal und schlüssig sein, wir stellen uns allerdings abseits dieser Break-Even Mechanismen die Frage: was hat der Kunde davon ? Grundsätzlich laufen Kugellager etwas lauter als Gleitlager, wobei man dies nicht pauschalisieren sollte, es existieren durchaus hochwertige kugelgelagerte Lüfter, die vom Laufgeräusch her mit hochwertigen Gleitlagern konkurrieren können. Das ist aber nicht unser Ansatz, Kugellager haben den Vorteil der längeren Lebensdauer bei nicht sofortigem verschleißbedingten Ausfall, denn ein Gleitlager stellt seinen Betrieb bei finalem Verschleiß einfach ad hoc ein, ein Kugellager läuft weiter, wenn auch von lauten Klappergeräuschen begleitet. OK, SeaSonic bietet für das Prime Titanium Netzteil eine 10-jährige Garantie, das schafft Vertrauen, aber bewältigen die neuen Lüfter diesen Zeitraum überhaupt ? Diese Frage bleibt unbeantwortet, egal ob wir nun zwei oder zwanzig Prime Netzteile testen. Ein weiterer Fakt bleibt: Wir haben in all den Jahren, die wir jetzt SeaSonic Netzteile testen, keinen einzigen Lüfter-Ausfall erlebt, wenn Sanyo Denki Lüfter verbaut waren und einige dieser Netzteile laufen in unseren Rechnern nach vielen Jahren auch heute noch.

Kommen wir zu Otto-Normalverbrauchers Lieblings Frage: lohnt sich der Kauf ? wer noch keines dieser vorzüglichen Netzteile verwendet und ein entsprechend leistungsstarkes System mit mindestens zwei Grafikkarten und/oder der Ambition des Übertaktens zugeneigt ist, für denjenigen lohnt es sich auf jeden Fall. Wer bereits ein ähnlich leistungsstarkes SeaSonic Netzteil beispielsweise aus der vorherigen Platinum Serie gekauft hatte, kann diese Investition von immerhin 215 € von seiner Einkaufsliste getrost streichen, das wäre nun ernsthaft zu viel des Guten, auch wenn sich SeaSonic selbstverständlich darüber freuen würde. Darüber hinaus hat SeaSonic sein neues Portfolio weit gefächert, es beginnt bereits bei einem Prime Gold 650 Watt für knappe 130 €. Wem das alles zu teuer ist, muß sich noch etwas gedulden und auf die kommende SeaSonic Focus Serie warten. Leistungsabstufungen dieser Focus-Serien sind von 450 bis 850 Watt vorgesehen und sollten als Einstieg deutlich unter 100 € lanciert werden können.

Nachtrag vom 3. März 2017: SeaSonic hat die Garantiedauer seiner Prime Netzteile auf 12 Jahre verlängert, ein weiterer Alleinstellungs-Aspekt.
Leider gilt diese Garantie aber nur für den Erstbesitzer, das dämpft die Euphorie dann schon erheblich.
 
Last Words and off the Record: In der heutigen Zeit, wo einem jeden Tag der postfaktische Wahnwitz im Netz entgegen schwappt, das fast schon übliche Click-Baiting, Advertorials oder anderer Fake Content, ist es um so wohltuender, wenn trotzdem noch Konstanten existieren. SeaSonic ist so eine Konstante, sie bauen seit Jahren extraordinäre Netzteile, verschonen uns Tester mit speziell präparierten golden Samples und sind offen für konstruktive Kritik, das hinterläßt ein richtig gutes Gefühl...bitte mehr davon...

Zur besseren Übersicht noch einmal die wichtigsten Eckdaten unseres Tests in einer kurzen Zusammenfassung:

Plus:
• hervorragende Verarbeitung, wertige Haptik
• extrem robuste Lackierung
• Verpackung bietet durchdachten Schutz
• ausgezeichnete Effizienz in allen Lastbereichen
• sehr niedrige Spannungstoleranzwerte
• extrem hohe Spannungsstabilität
• hervorragende Stabilität während unserer Crossload-Tests
• hervorragende Ripple and Noise Werte
• korrekt ansprechende umfangreiche Schutzschaltungen
• sehr gute active PFC-Werte
• kaum Störgeräusche durch die Netzteilelektronik
• gute Eigenkühlung, variable Lüftereinstellungen
• recht ausgewogener Lüfter mit FDB-Lager
• gutes Kabelmanagement, stabile Port-Kabel-Mechanik (vollmodular)
• vorbildliche Beschriftung, keine überstehenden Kabel-Ports
• sehr effektive Kabelabschirmungen, vergoldete Kontakte und Isolierungen ab Werk
• größtenteils ausreichend lange Kabelstränge
• SLI/QUAD-SLI/Crossfire/Crossfire-X tauglich
• sehr gute Ausstattung
• überragende Lötqualität
• durchweg hochwertige Bauteile
• keine elektronischen Störgeräusche oder Spulen-Fiepen
• verbessertes Handbuch, deutschsprachiger Support
• sehr lange Garantiezeit (12 Jahre eingeschränkt, Bring-in-Service)

Minus:
• minimale Schleifgeräusche des Lüfters
• sehr teuer (ca. 215 €)



Gesamtergebnisse unseres Reviews:


Das SeaSonic Prime Titanium 750 Watt Netzteil erhält den PC-Experience Technology Award in Gold


die PC-Experience Award






Weiterführende Links:


SeaSonic

SeaSonic Händlernachweis


Wir bedanken uns bei SeaSonic sehr herzlich für die Bereitstellung der Testexemplare



euer PC-Experience.de Team

Cerberus